Tedesco, Deutsch

Tedesco, Deutsch

Da Il Bar del tempo, Guanda, 1999

1.

Bartolomeo

Quando anche tu ti fermerai in questo grande
autogrill e il viso stanco
vedrai rapido
sui vetri, sull'alluminio del banco,

sarà una sera come questa
che nel vento rompe la luce
e le nubi del giorno, sarà
un grande momento:
lo sapremo io e te soli.

Ripartirai

con un lieve turbamento, quasi
un ricordo e i silenzi delle scansie di oggetti,
dei benzinai, dei loro berretti,
sentirai alle tue spalle leggero
divenire un canto.

La felicità del tempo è dirti sì,
ci sei, una forza segreta
uno sgomento ti fa, non la mia
giovinezza che cede, non l'età
matura, non il mio invecchiamento -
la nostra vera somiglianza
è là dove non si vede.

Mio figlio, mio viaggiatore,
sarà il tuo inferno, la tua virtù
questo udito da cane o da angelo
che sente all’unisono il giro dei pianeti
e la pastiglia cadere nel bicchiere
due piani sotto, dove due vecchi
si accudiscono.
Sarà questo amore strepitoso
tuo padre, quello vero.

Fermati ancora in questo autogrill,
dal buio mi piacerà rivederti…

Bartolomeo

Wenn auch du Halt machen wirst in diesem großen
Autogrill und das müde Gesicht
huschen siehst
über die Fensterscheiben, über das Aluminium der Theke,

wird es ein Abend sein wie dieser,
der im Wind das Licht bricht
und die Wolken des Tages, es wird
ein großer Moment sein:
nur du und ich alleine werden es wissen.

Du wirst weiterfahren

mit einer leichten Verstörung, fast
einer Erinnerung und die Stille der Einkaufsregale,
der Tankwarte, ihrer Mützen,
fühlst du in deinem Rücken
langsam zu einem Gesang anschwellen.

Das Glück des Augenblicks ist es, dir zu sagen, ja,
du bist hier, eine geheime Macht
erschüttert dich, nicht meine
Jugend, die schwindet, nicht die Reife
der Jahre, nicht mein Altern –
unsere eigentliche Ähnlichkeit
ist dort, wo man es nicht sieht.

Mein Sohn, mein Reisender,
es wird deine Hölle sein, deine Tugend
dieses Gehör eines Hundes oder eines Engels,
das im Einklang die Planeten kreisen hört
und die Pastille ins Glas fallen
zwei Stockwerke tiefer, wo zwei Alte
sich umeinander kümmern.
Diese tosende Liebe wird
dein Vater sein, dein wahrer.

Mach wieder Halt in diesem Autogrill,
aus dem Dunkel heraus werde ich es genießen dich wiederzusehen...

 

Traduzione di Sabrina Maag

2.

Carlotta

Tu sarai una donna
ragionerai come io
non ho fatto mai. Sarai me

ma porterai la gonna.

La notte avrà un’altra
dolcezza per te,
non sentirai questa asprezza
chiudendo le mani.
Anche le grandi piogge per te
saranno canzoni.

Sarai una donna, volgerai
molto amore, amore forte
come nel mare volge l’onda,
il tuo invisibile plancton
contro la morte fonda.
Ne avrai gli spasmi e il risalire
improvviso delle risa,
il pensiero sarà alla sera
una dolce fronda
sopra gli occhi.

Sarai un miracolo per tanti,
anche senza fare niente.

Una traccia

per chi non vede più le stelle.
Apparirai come tua madre, bella,

una scintilla.

Sentirò le tue mani piccole
per sempre giocarmi sulla faccia
come foglie che il vento
muove sulla terra.

E quando sarà finita la mia guerra
e mi sfuggiranno le parole
sarai il privilegio
di una canzone alta, che non muore.

Carlotta

Du wirst eine Frau sein
du wirst denken wie ich
es nie getan habe. Du wirst ich sein

aber einen Rock tragen.

Die Nacht wird eine andere
Süße für dich bereithalten,
du wirst nicht diese Säure schmecken
wenn du die Hände schließt.
Auch die großen Regenfälle werden
Gesänge für dich sein.

Du wirst eine Frau sein, umfangen
viel Liebe, starke Liebe
wie im Meer die Welle umfängt
dein unsichtbares Plankton
gegen den tiefen Tod.
Von ihm wirst du die Zuckungen und das plötzliche
Aufsteigen des Gelächters haben,
der Gedanke wird am Abend
ein süßer Zweig
über den Augen sein.

Du wirst vielen ein Wunder sein,
auch ohne etwas zu tun.

Eine Spur

für all jene, die die Sterne nicht mehr sehen.
Wirst du wie deine Mutter erscheinen, schön,

ein Funken.

Ich werde deine kleinen Hände
für immer spüren, wie sie auf meinem Gesicht spielen
wie Blätter, die der Wind
auf dem Boden bewegt.

Und wenn mein Krieg zu Ende sein wird
und mir die Worte flüchtig werden
wirst du das Privileg sein
eines hohen Liedes das nicht stirbt.

Traduzione: Hans Rudolf Velten

3.

A Giuseppe Ungaretti,
visto di notte alla televisione leggere "I fiumi"

Non ho fiumi io,
non ho mai vissuto sporgendo
il volto sull'acqua
che quieta o vorticosa
taglia la città, nobilita o nel gorgo
ruba via tutti i pensieri.

Non ho avuto

gradoni di pietra su cui disteso
perdere sotto il sole
il lume della mente, addormentando.

Ho avuto viali,

strade larghe, rumorose, il getto alto
di tangenziali,
braccia aperte di povera madre
vene da cui entra in città
ogni genere di roba.
Ho avuto viali d'alberi
o rapide vertigini tra l'acciaio di pareti
e vetro oscuro.

Il caos

Li rende identici, sotto la pioggia
sono l'inferno,

sono frenetici.

Ma la notte, quando cade

la notte
si ridisegnano,

viali nuovi

d'ombra e di solitudine,
quando li illumina il lento
collo dei lampioni e lo spegnersi
delle ultime réclame.
Si muovono allora leggermente,
ramificano, forse rotea un poco
tutta la città;

qualcuno finisce

in faccia a un castello, a una
cattedrale, altri smuoiono
sotto i fari arancio di un nodo autostradale -
i viali la notte respirano
con le foglie dei platani, larghe, nere,
le grate dei metro e l'aria nenia
che dorme sui bambini.

Tirano il fiato quando va

il passeggero dell'ultimo tram -

I viali mi danno

una vita speciale,
che non è pianto e allegria
non è, ma una ventosità,

un andare

ancora andare
che viene da chissà che mari,
da quali valli, da grandi fiumi.

Für Giuseppe Ungaretti,
gesehen im Fernsehen bei Nacht, "Die Flüsse" lesend

Keine Flüsse habe ich,
niemals habe ich so gelebt, dass ich
das Gesicht aufs Wasser gelehnt habe
das still oder mit Wirbeln
die Stadt durchschneidet, sie adelt oder im Strudel
alle Gedanken mit sich reißt.

Ich habe keine

Steinstufen gehabt, auf denen ausgestreckt
unter der Sonne ich verlöre
das Licht des Geistes, im Einschlafen.

Ich habe Alleen gehabt,

große laute Straßen, den erhöhten
Strahl der Magistralen,
geöffnete Arme einer armen Mutter
Venen, durch die alle Arten von Dingen
in die Stadt kommen.
Ich habe baumbestandene Alleen gehabt
oder schnelle Wirbel zwischen Stahlwänden
und dunklem Glas.

Das Chaos

macht sie identisch, im Regen
sie sind das Inferno,

sie sind frenetisch.

Doch nachts, wenn die Nacht

fällt
zeichnen sich

neue Alleen ab

von Schatten und von Einsamkeit
wenn sie der müde Hals
der Laternen und das Verlöschen
der letzten Reklamen beleuchtet.
Dann bewegen sie sich leicht,
sie verzweigen sich, vielleicht dreht sich ein wenig
die ganze Stadt;

jemand hört auf

im Anblick eines Schlosses, einer
Kathedrale, andere verblassen
unter den gelben Lichtern eines Autobahnkreuzes –
die Alleen atmen in der Nacht
mit den großen, schwarzen Blättern der Platanen,
die Gitter der Metro und die luftige Litanei
die über den Kindern schläft.

Sie halten den Atem an wenn

der Fahrgast der letzten Straßenbahn –

Die Alleen geben mir

ein besonderes Leben,
das nicht Weinen ist und Freude
nicht, doch ein Windigsein,

ein Gehen

immer wieder Gehen
das von wer weiß welchen Meeren kommt,
von welchen Tälern, von großen Flüssen.

4.

Lei dal Camerun

Trattami con onore

diceva

o le mormorava la pioggia
sulla bocca in un leggero
impasto,

trattami,

ricordati che vengo dal fiume, anzi,
guarda, presto:
la posa non ho di nessun récit,
tengo le mani sul ventre, le uniche
mani, l’unico ventre,

non diceva più niente

nella sera di bellezza che aveva
io vidi venire una notte bruciante,
– ricordami con onore,

ho scritto anch’io

il mio nome su un biglietto
del tram e folgorato per sempre
in una fermata del tempo.

Trattami con l’onore

che nessuno sa più,
trovalo nel mio sperduto
amore,

cercalo senza sorridere,

credilo almeno tu.

Sie aus Kamerun

Behandle mich ehrenvoll

sagte sie

oder murmelte es der Regen
auf dem Mund in einem leichten
Mischklang,

behandle mich,

erinnere dich, dass ich vom Fluss komme, mehr noch,
sieh schnell her:
die Pose einer Erzählung habe ich nicht
ich halte die Hände auf den Bauch, die einzigen
Hände, den einzigen Bauch,

sie sagte nichts mehr

am Abend der Schönheit, die sie hatte
sah eich eine brennende Nacht kommen,
- erinnere mich ehrenvoll,

auch ich habe geschrieben

meinen Namen auf eine Fahrkarte
der Straßenbahn und vom Blitz beleuchtet für immer
an einer Haltestelle der Zeit

Behandle mich ehrenvoll

sodass niemand mehr weiß,
finde es in meine abgelegenen
Liebe,

suche es ohne zu lächeln,

glaube es zumindest du.

5.

Io non voglio diventare vecchio

Io non voglio diventare vecchio
perché lo sono già stato mille volte
e so già il buio e quella vile tempesta.

Ora che piango come vidi
pianger mio padre, la stessa ruga e la testa
abbattuta, piena di sgomento,
imparo che la giovinezza
non corre nelle sorprese
del sangue ma nello sguardo che un vento
strappa da terra

per vedere in questo duro paese
l'infinita somiglianza tra Dio
e il viso di lei tutte le sere, i rami
nudi contro il cielo, il vino
fermo nel bicchiere...

Ich mag nicht alt werden

Ich mag nicht alt werden
weil ich es schon tausendfach gewesen bin
und schon das Dunkel kenne und jenen tückischen Sturm.

Jetzt, da ich weine
wie ich meinen Vater weinen sah, dieselbe Falte und den Kopf
gesenkt, schreckerfüllt,
begreife ich dass die Jugend
nicht in den Überraschungen des Blutes
verläuft, sondern im Blick, den ein Wind
der Erde entreißt

um in diesem harten Land
zu sehen die unendliche Ähnlichkeit Gottes
mit ihrem Gesicht allabendlich, die Zweige
nackt gegen den Himmel, den Wein
still im Glas…

Da Avrebbe amato chiunque, Guanda, 2003

6.

Oceano, cucina

I

Verrebbe da dire: me la sono cavata,
fermo stanotte

al tavolo della cucina

mentre qui intorno nelle migliaia di appartamenti
come in strani cunicoli sospesi per l’aria

dormono tutti

e l’argento della pioggia finisce nel buio.

Verrebbe da dire:

me la cavo con l’affitto e sorrido ai miei debiti, ma
cos’è ancora questo vino luminoso
e violasangue che mi esce tra i denti,
le notizie come stelle terribili in mente

non si dissolvono i fantasmi d’amore seduti,
la luce sale, li sbianca,

sono il viso

di donne, le mani di stracci, carta pesta
e amici che si voltano nell’acqua degli anni.

Il mio amore non sta ancora fermo,
mi alzo ed esco in terrazza, il cuore è un puma
sulle alture, ho gli occhi di mio figlio,
stanotte è la prima notte del mondo.

II

Verrebbe da dire: me la posso
cavare.

Ma una volta mi fermai

sul molo di Stone Island
in un mattino splendido, ghiacciato
nel mezzo della corsa
della mia esistenza

– e sentii

tutta l’oscurità del mare,
l’enigma, il suo respirare

che arriva in questa cucina, in una città
italiana, nel silenzio spogliato,

ed è il vibrare del frigorifero

a trovare la stessa nota dell’oceano,

la luce del video

acceso a nessuno
rende a queste stanze un chiarore di fondale.

Verrebbe da dire: me la sono
cavata, ma non è mai detto e non è
nemmeno giusto da dire
se l’infinito un giorno

e molti giorni in una vita
ti tiene a visitare.

Ozean Kuche

I

Man wollte sagen: ich habe es geschafft,
bewegungslos heute Nacht

am Küchentisch

während ringsum in den tausenden von Wohnungen
wie in seltsamen, in der Luft hängenden Höhlen

alle schlafen

und das Silber des Regens im Dunkeln erlischt.

Man wollte sagen:

ich schaffe es mit der Miete und lächle über meine Schulden, doch
was ist noch immer dieser leuchtende Wein
und lila Blut, das mir austritt durch die Zähne,
die Nachrichten wie furchtbare Sterne im Kopf

lösen sich nicht auf die Geister der Liebe im Sitzen,
das Licht steigt, es macht sie blass,

es sind die Gesichter

der Frauen, die Hände von Lumpen, Pappmaché
und Freunde, die sich umdrehen im Wasser der Jahre.

Meine Liebe ist noch nicht bewegungslos,
ich stehe auf und trete auf den Balkon, das Herz ein Puma
auf den Höhen, habe ich die Augen meines Sohnes,
heute Nacht ist die erste Nacht der Welt.

II

Man wollte sagen: ich kann es
schaffen.

Doch einmal blieb ich

an der Mole von Stone Island
an einem strahlenden Morgen, eisig
inmitten des Laufes
meiner Existenz

- und ich spürte

die ganze Dunkelheit des Meeres,
sein Rätsel, sein Atmen

das in diese Küche kommt, in eine Stadt
in Italien, in der entkleideten Stille,

und es ist das Summen des Kühlschranks

um den gleichen Ton des Ozeans zu finden,

das Licht des Videorecorders

für niemanden eingeschaltet
verleiht diesen Zimmern das Leuchten der Tiefe.

Man wollte sagen: ich habe es
geschafft, aber es ist nicht gesagt und noch
nicht einmal gerechtfertigt zu sagen
wenn die Unendlichkeit eines Tages

und viele Tage in einem Leben
dich besuchen kommen.

Traduzioni di Sabrina Maag

7.

Voler bene a una persona
è un lungo viaggio - -

rupi, cadute d’acqua e bui
improvvisi, dilatati
il chiuso di foreste,
lampi a volte
sul silenzio così vasto del mare

e strade sopraelevate, grida

viali immersi all’improvviso
in una luce sconosciuta.

Voler bene a uno, a mille, a tutti
è come tener la mappa al vento.
Non ci si riesce ma il cuore
me l’hanno messo al centro del petto
per questo alto, meraviglioso fallimento.

Sugli altipiani di ogni notte
eccomi con le ripetizioni e le mani rovesciate della poesia:
non farli stare male, sono tuoi, non farli andare via

Jemanden lieben
ist eine lange Reise ––

Felsen, Wasserfälle und Finsternisse
plötzliche, ausgedehnte
die Enge der Wälder
Lichtblitze ab und zu
über der so weiten Stille des Meeres

und Straßen, die sich emporwinden, Geschrei

Alleen, plötzlich eingetaucht
in ein unbekanntes Licht.

Jemanden lieben, einen, viele, alle
ist wie die Landkarte in den Wind halten.
Es gelingt nicht, aber das Herz
hat man mir mitten in die Brust gesetzt
für dieses edle, wunderbare Scheitern.

Auf den Anhöhen jeder Nacht
da bin ich mit den Wiederholungen und den ausgestreckten Händen der Poesie:
Tu ihnen nicht weh, sie sind dein, laß sie nicht weggehen

8.

io ho visto l’infanzia
nel tuo viso, ho visto
l’improvviso

la mano del cielo che passa sugli occhi
e li fa di bellissimo niente

e la violentissima foresta della vita nello stesso istante

ne ringrazio il Dio dei pianeti e degli alberghi

chiamala corsa di pioggia che manca il respiro
chiamalo stupore della mente

o segno elegante di labbra socchiuse dove il tempo
si arrende al suo finale lampo

ho guardato dalla finestra, Milano c’era
tutto era là febbrile, bloccato nel grido
color ruggine e lievemente nebbioso

e ho visto l’infanzia risalire prepotente

come una cosa che non sapevi se offrirmi
o nascondere di nuovo
segreto di te e di ogni cosa che passa ama e
trova strade tranquille o strane per morire --

amare è
condividere il sorriso anteriore che ci custodisce?

ti avrei chiesto mentre ti passavo l’accendino
e tu dicevi ridendo qui non si può fumare

quando si strappa il velo
per un incidente un amore un’ispirazione
tenere gli occhi aperti è la cosa micidiale

fallo se sei disposto a soffrire, a ridere
senza possedere niente

a non distrarti in questo tremendo nascere

a passare il fuoco esattamente di baci, poesie e
accendini

ad avere gli occhi silenziosi dei lattanti
dove si anima piano
la carovana di circo a specchi cieli spezzati e volti
fuggenti

questo posto, insomma, dove si dispera facilmente
o si torna bambini -

ich habe die kindheit gesehen
in deinem gesicht, habe es gesehen
das plötzliche

die hand des himmels, die über die augen fährt
und sie zu wunderschönem nichts macht

und im selben augenblick den gewalttätigen wald des lebens

dafür danke ich dem Gott der planeten und der herbergen

nenn' es lauf durch den regen bis der atem ausgeht
nenn' es erstaunen des verstandes

oder elegantes zeichen halbgeschlossener lippen dem die zeit
sich in ihr letztes aufleuchten ergibt

ich habe aus dem fenster geschaut, Mailand lag da
alles war dort fiebrig, eingefroren in einem schrei
rostfarben und ein wenig neblig

und ich habe die kindheit unbändig wieder aufsteigen sehen

wie etwas von dem du nicht wußtest ob du es mir anbieten sollst
oder wieder verstecken
geheimnis von dir und von allem, was vorüberzieht liebt und
abgelegene oder merkwürdige straßen findet um zu sterben – –

bedeutet lieben
das frühere lächeln teilen das uns beschützt?

ich hätte dich gefragt während ich dir das feuerzeug gab
und du lachend sagtest hier darf man nicht rauchen

wenn der schleier zerreißt
durch einen unfall eine liebe eine inspiration
ist die augen offenzuhalten das mörderischste

tu's wenn du bereit bist zu leiden, zu lachen
ohne etwas zu besitzen

dich nicht ablenken zu lassen in diesem entsetzlichen entstehen

genau dieses feuer weiterzugeben aus küssen, gedichten und
feuerzeugen

die stummen augen von säuglingen zu haben
in denen sich leise belebt
die zirkusschar aus spiegeln zerbrochenen himmeln und gesichtern
auf der flucht

dieser ort also, an dem man leicht verzweifelt
oder kind wieder wird –

9.

Quel che un uomo può dire al cielo o a una donna

Non ridarmi più indietro
quel che mi hai rubato, la luce ultima,
la quiete, via
l'albero esploso della mente
non ridarmi più quel che mi hai
strappato

non ridarmi indietro niente, meglio
finire in te che morire me
in me solo

tieniti tutto, dimenticami -
perdimi
dentro di te, completamente

Was ein Mann dem Himmel oder einer Frau sagen kann

Gib mir nicht wieder zurück
was du mir geraubt hast, das letzte Licht,
die Ruhe, weg
der geborstene Baum des Verstandes
gib mir nicht zurück was du mir
entrissen hast

gib mir nichts wieder zurück, es ist besser
in dir zu enden als für mich zu sterben
in mir alleine

behalte alles, vergiß mich –
verlier' mich
in deinem Inneren, vollständig

10.

"Non dormo" sfolgora nella tenebra
il suo messaggio.

È l'inizio di un incendio o la prova

di un colloquio interrotto, mai salito
alle labbra, mai decifrato
nella febbre delle lune...

Le scale erano semibuie, Roma
era oppressa da cieli grigi, folate trattenute, diveniva
selvaggia, irriconoscibile.

Ma non si perse

quell'attimo, nella stanza
da cui uscivo incontro come sempre al destino
e non lo sapevo.

Dalle tue alture laggiù si vede il mare,
e una donna che non dorme è un messaggio
dal cuore del mondo alla danza violenta delle stelle - dice
aiutami a guardare cosa mi fa morire se amo, e se non amo
cosa mi fa impazzire....

I poeti non dormono mai, ma non hanno granché da dire.
Si incendiano gli occhi così, solo ad ascoltare.
Fanno il turno in strane cabine sospese nella notte.
Lì raggiungono messaggi silenziosi, apparsi per un attimo
e li rimandano su grandi schermi
lungo le gallerie del cuore

“Ich schlafe nicht„ leuchtet im Dunkeln
ihre Botschaft.

Es ist der Beginn eines Brandes oder der Beweis

eines abgebrochenen Gesprächs, das niemals
bis an die Lippen kam, nie entziffert wurde
im Fieber der Monde...

Die Stufen lagen im Halbdunkel, Rom
wurde erdrückt von grauen Himmeln, eingeklemmten Windstößen, wurde
wild, nicht wiedererkennbar.

Aber er verlor sich nicht,

jener Augenblick, in dem Raum,
aus dem ich heraustrat, wie immer dem Schicksal entgegen,
ohne es zu wissen.

Von deinen Anhöhen sieht man dort unten das Meer,
und eine Frau, die nicht schläft, ist eine Botschaft
aus dem Herzen der Welt an den ungestümen Tanz der Sterne – sie sagt
hilf mir anzuschauen, was mich umbringt, wenn ich liebe, und wenn ich nicht liebe
mich um den Verstand bringt...

Die Dichter schlafen nie, aber sie haben nichts Großartiges zu sagen.
Ihre Augen entzünden sich einfach so, beim Zuhören.
Sie tun ihren Dienst, in seltsamen Gondeln, die in der Nacht hängen.
Dort erhalten sie stumme Botschaften, die für einen Augenblick aufleuchten,
und schicken sie zurück auf große Bildschirme
an den Gängen des Herzens entlang.

11.

Carlotta

Tu sarai una donna
ragionerai come io
non ho fatto mai. Sarai me

ma porterai la gonna.

La notte avrà un’altra
dolcezza per te,
non sentirai questa asprezza
chiudendo le mani.
Anche le grandi piogge per te
saranno canzoni.

Sarai una donna, volgerai
molto amore, amore forte
come nel mare volge l’onda,
il tuo invisibile plancton
contro la morte fonda.
Ne avrai gli spasmi e il risalire
improvviso delle risa,
il pensiero sarà alla sera
una dolce fronda
sopra gli occhi.

Sarai un miracolo per tanti,
anche senza fare niente.

Una traccia

per chi non vede più le stelle.
Apparirai come tua madre, bella,

una scintilla.

Sentirò le tue mani piccole
per sempre giocarmi sulla faccia
come foglie che il vento
muove sulla terra.

E quando sarà finita la mia guerra
e mi sfuggiranno le parole
sarai il privilegio
di una canzone alta, che non muore.

Carlotta

Du wirst eine Frau sein
wirst Überlegungen anstellen, wie ich
es nie getan habe. Du wirst ich sein

aber einen Rock tragen.

Die Nacht wird eine andere
Süße für dich haben,
du wirst nicht diese Rauheit fühlen,
wenn du die Hände schließt.
Selbst die großen Regenschauer werden für dich
Lieder sein.

Du wirst eine Frau sein, du wirst mit Liebe
überfluten, einer Liebe stark
wie die Welle, die im Meer sich wälzt,
dein unsichtbares Plankton wird
ein Damm sein gegen den Tod.
Du wirst davon Erschütterungen spüren und den
plötzlichen Ausbruch in Gelächter,
der Gedanke wird am Abend
wie ein süßer Zweig
über den Augen sein.

Du wirst für viele ein Wunder sein,
auch wenn du gar nichts tust.

Eine Spur

für alle, die keine Sterne mehr sehen.
Du wirst erscheinen, wie deine Mutter, schön,

einem Funken gleich.

Für immer werde ich spüren
wie deine kleinen Hände über mein Gesicht spielen,
wie Blätter, die der Wind
über den Boden treibt.

Und wenn mein Kampf zu Ende sein wird
und die Worte mir entschwinden
wirst du das Privileg sein
eines hohen Liedes, das nicht stirbt.

 

12.

Il terzo figlio

Battista chiama dentro il buio dal suo
lettino:

babbo, cinque

sei volte, è

tranquillo chiamando,
pensa
in un pensiero bolla di bambino
che io sto arrivando

alla settima la voce

ha un tremito, alza di tono, piange
poi cade forse addormentato

e io supplico la tenebra

in piedi, a torso nudo, fermo in corridoio
nella casa che inclina verso la notte

tienilo, tienilo sempre
nelle prime cinque sei volte che chiama
non fargli incrinare la voce

non si senta mai perso, tra dieci
o mille anni,

solo

nell’universo.

Der dritte Sohn

Battista ruft in der Dunkelheit aus seinem
Bettchen:

Papa, fünf

sechs Mal, er ist

ganz ruhig, während er ruft,
er denkt
mit einem Gedanken wie einer kindlichen Seifenblase,
daß ich kommen werde

beim siebten Mal beginnt die Stimme

zu zittern, wird schriller, weint,
bricht schließlich weg, vielleicht eingeschlafen

und ich flehe die Dunkelheit an

auf Zehenspitzen, mit nacktem Oberkörper, regungslos, im Flur
des Hauses, das sich zur Nacht hinüberbeugt,

halte ihn, halte ihn immer
die ersten fünf, sechs Mal, wenn er ruft,
laß seine Stimme nicht umkippen,
er soll sich niemals verloren fühlen, nicht in zehn
oder tausend Jahren,

allein

im Universum.

13.

E poi voltando in moto sulla curva
che mette sui crinali, Clemente attaccato
alle mie spalle, viene
il buio della valle - un istante
di respiro interrotto e
inizia il miracolo minimo e incantato
le lucciole

- sfiorano i cespugli, i lunghi rami oscuri
ci ridono gli occhi e tace
il puma del mio cuore

non avrò ricchezze da lasciarti
ragazzino che porterai il mio nome e quello
di mio padre, ma quando
c'è una curva da fare e non sai
cosa ti può aspettare
prepara gli occhi, prepara il cuore

il mondo non è solo quel che più forte
appare, più forte grida
più a fondo tira, stai attaccato
bene alle mie spalle e poi
quando la mia figura
sarà un albero nella notte guida tu
e al cielo attacca la tua fronte,
offrigli gioia, ira, pianto

- non c'è curva senza sorpresa da scoprire
e ora che le mie stanno finendo
è bello trovarsi a un nuovo inizio
così dolce e tremendo, nelle notti
mentre tu sorridi le lucciole ammirando...

Und dann, während wir uns mit dem Motorrad in die Kurve legen,
die zum Gipfel hinaufführt, und Clemente sich
von hinten an mich klammert, erscheint
das Dunkel des Tales – einen Moment
stockt der Atem und
es beginnt das winzige Wunder, das bezaubernde
die Glühwürmchen

– streifen durch die Büsche, die langen, dunklen Zweige entlang
unsere Augen lachen und es schweigt
der Puma in meinem Herzen

ich werde dir keine Reichtümer hinterlassen,
Junge, der du meinen Namen tragen wirst und den
meines Vaters, aber wenn
es eine Kurve zu nehmen gilt und du nicht weißt,

was dich dahinter erwartet,
bereite die Augen vor, bereite das Herz vor

die Welt ist nicht nur das, was am deutlichsten
erscheint, was am lautesten ruft,
was am stärksten zieht, halte dich
gut an mir fest und dann,
wenn meine Gestalt
ein Baum in der Nacht sein wird, fahre du
und halte die Stirn in den Himmel,
biete ihm Freude, Zorn und Tränen

– es gibt keine Kurve ohne Überraschungen
und jetzt, wo meine sich dem Ende neigen
ist es schön sich an einem neuen Anfang zu befinden
so süß und fürchterlich, in den Nächten
während du lächelnd Glühwürmchen bestaunst...

14.

La bellezza interamente ferisce
attrae la vita da dove si era nascosta

la raccoglie come acqua nel palmo
delle sue mani di fuoco

mi vedono di spalle uscire nel buio del giardino
pensano deve fumare

e invece devo piangere, piangere
finalmente da morire

contro il petto della notte
mia vastissima madre...

Se non ti avessi incontrato
non sarei arrivato qui così

Roma davanti agli occhi lucente in rovine
le stelle a miriadi sulla testa

nel cuore il tuo nome al centro
di una smisurata, di una
immeritata festa

Die Schönheit verwundet bis ins Mark
lockt das Leben aus seinem Versteck heraus

fängt es auf wie Wasser in den Handflächen
ihrer Hände aus Feuer

sie sehen mir nach wie ich ins Dunkel des Gartens gehe
sie denken er muß eine rauchen

aber stattdessen muß ich weinen, weinen
zuletzt ganz bitterlich

an der Brust der Nacht
meiner unfaßbar großen Mutter...

Hätte ich dich nicht getroffen,
wäre ich hier nicht so angekommen

Rom vor Augen leuchtend in Ruinen
Myriaden von Sternen über dem Kopf

im Herzen dein Name im Zentrum
eines unermeßlichen, eines
unverdienten Festes

15.

Dove sei mentre ti perdo
dove sono mentre ti perdo

O amen dei tuoi occhi chiusi,
attenuazione del respiro

dove sei mentre ti guardo

bellezza che non riesce
a credere a se stessa,

dolce bilancia del tuo seno,
e oblìo, sbarra ferma
della luce, riapparire sopra l’acqua
delle stelle vive ieri.

Magnete dei miei sogni
duro grido della sera,

amore disperato dell’amore
dove sei mentre ti perdo
dove torni mentre ti guardo
dove sono mentre ti perdo...

Wo bist du während ich dich verliere
wo bin ich während ich dich verliere

O Amen deiner geschlossenen Augen,
Schwächerwerden des Atems

wo bist du während ich dich anschaue

Schönheit die nicht an
sich selbst zu glauben vermag,

zarte Waage deiner Brust,
und Vergessenheit, geschlossene Schranke
des Lichts, über dem Wasser Wiederaufscheinen
der Sterne, die gestern lebendig waren.

Magnet meiner Träume
gellender Schrei des Abends,

Liebe an der Liebe verzweifelt
wo bist du während ich dich verliere
wohin kehrst du zurück während ich dich anschaue
wo bin ich während ich dich verliere...

16.

Parla bene di Dio dice Bruna con occhi da dove
madre di mia madre, queste
piogge sul tuo viso nel mio cuore
cosa sono, perché scendono?

sorride: parla bene di Dio, fallo con la simpatia
dei romagnoli, e sì, lo so anch’io, il loro
duro magone. Ma non dirne male, vedi è lui che ha
tenuto Marta nelle mani, la mia figlia
persa a vent’anni, io non avevo più
domani, lui la teneva qui, accanto
quando l’ho rivista sai come ho riso, sai come ho
pianto…

Perdona donna di pioggia farò del mio meglio
sai c’è da perdere la ragione o trovarla –
sospiri da partorire dentro
spaccare le parole, c’è
da pregare mordendo la luce, chiedere
pietà, fidarsi di chi ti chiede come va, dire
ti amo come se morisse mai, da tremare
chiedendo distrattamente ai figli “stasera dove vai”

c’è da baciare le bocche senza rubare il respiro
da guardare ogni giorno il volto dei santi

farò del mio meglio e se ti arriva per caso
un dio che gela, che bela, una strana poesia
di un dio ritardato
sappi che il tuo piccolo poeta non sapeva
più come fare, se non morire
d’amore in quelle parole – un niente, un fiato

mi affido a te, come quando mi lasciavi
il mandarino sbucciato prima di dormire
nella casa davanti alla stazione
e adesso vedo quel gesto era Dio, la sua icona
- portaglielo tu,
se vuoi, ora che m’abbandona
quest’inno sbandato a Gesù

Sprich gut von Gott, sagt Bruna mit Augen von irgendwoher
Mutter meiner Mutter, dieser
Regen auf deinem Gesicht in meinem Herzen
was bedeutet er, warum fällt er?

sie lächelt: sprich gut von Gott, tu's mit dem Mitgefühl
der Romagnoli, und ja, auch ich kenne ihn, ihren
abgrundtiefen Kummer. Aber sag' nichts Schlechtes von ihm, sieh', er ist es, der
Marta in seinen Händen gehalten hat, meine Tochter,
mit zwanzig Jahren verloren, ich hatte kein
morgen mehr, er hat sie hier gehalten, nebendran,
als ich sie wieder sah, weißt du, wie sehr ich gelacht habe, weißt du, wie sehr
geweint...

Verzeih', Regen-Frau, ich werde mein Bestes tun,
weißt du, es geht darum, den Verstand zu verlieren oder ihn wiederzufinden –
um Seufzer, die man im Innern gebären muß,
darum, die Worte zu zerschlagen, man muß
beten und dabei auf dem Licht herumbeißen,
Mitleid erbitten, dem vertrauen, der dich fragt, wie es geht, sagen
ich liebe dich, als ob er nie sterben würde, zittern,
wenn man die Kinder fragt „Wo gehst du heut abend hin“

man muß die Münder küssen, ohne ihnen den Atem zu rauben,
jeden Tag ins Angesicht der Heiligen blicken

ich werde mein Bestes tun, und wenn dich zufällig
ein Gott erreicht, der frösteln macht, der weinerlich greint, seltsames Gedicht
eines verspäteten Gottes,
wisse, daß dein kleiner Dichter nicht mehr wußte
was er tun soll, außer aus Liebe
zu sterben in diesen Worten – ein Nichts, ein Atemhauch

ich vertraue mich dir an, wie damals, als du mir
vor dem Einschlafen die geschälte Mandarine brachtest,
im Haus vor dem Bahnhof,
und jetzt erkenne ich, diese Geste war Gott, sein Ebenbild
– bring du sie ihm,
wenn du magst, jetzt, wo mich verläßt
diese herumirrende Hymne an Jesus

17.

quasi non è
niente

è quasi –

hai occhi belli e tremendi –

la mia vita lupo cerca chi posa la fronte
contro le vetrate del buio

ehi miss quasi niente
vuoi essere tu stanotte il talismano color oceano
verde
buia gradazione della differenza
natura dove matematica si perde

i nei disposti

chissà come sulla tua schiena,
hai lo sguardo che dice quasi, dice resta?

Poso le labbra millenarie sul polso
dov’è foglia la vita

di che albero sei?

beinahe ist es
nichts

es ist beinahe –

du hast schöne und schreckliche augen

mein wolf-leben sucht den, der die stirn legt
an die glasscheibe der finsternis

hey, miss beinahe-nichts
willst du heute nacht der talisman sein, farbe ozean-
grün
dunkle nuance des unterschiedes,
natur, wo die mathematik auf deinem rücken

die schönheitsflecken

in wer weiß welcher ordnung verliert,
hast du einen blick, der sagt beinahe, der sagt bleib?

ich lege die jahrtausendealten lippen auf den puls
dort, wo das leben ein blatt ist

von welchem baum bist du?

18.

Le rovine di Roma la linea A
della metropolitana, esci contro il cielo
bianchissimo a rovescio
sul fiume

“scrivi solo l’essenziale’ mi dice brutale
una figura in un cappotto buio, color bitume, uno
senza nazione, senza
biglietto, che va a buttarsi a sedere schiena
contro il muro, qualcosa davanti, una scodella
un cane

ma io l’essenziale non so inventare, scrivo
che è sempre altro,
scrivo fame

e quello sorride o contorce la bocca sotto i neon,
sei dei nostri, dice,
non te ne avere a male, e carezza
la testa del suo dolce mastino,

non c’è scampo, svanisce
in un frusciare di treno, sento mormorare:
una la natura, uno il destino -

Die Ruinen Roms, die Linie A
der Metro, du steigst aus, einem Himmel entgegen
schneeweiß verkehrt herum
im Fluß

„Schreib' nur das Essentielle“, sagt mir brutal
eine Gestalt im dunklen Mantel, von betongrauer Farbe, einer
ohne Nation, ohne
Fahrschein, der sich hinknallt mit dem Rücken
zur Wand, vor sich irgendetwas, eine Schüssel,
einen Hund

aber das Essentielle, ich kann es nicht erfinden, ich schreibe,
und es ist immer etwas anderes,
ich schreibe Hunger

und der da lächelt oder verzieht den Mund unter dem Neonlicht,
du bist einer von uns, sagt er,
nimm's mir nicht krumm, und streichelt
den Kopf seines niedlichen Bluthundes,

es gibt kein Entkommen, er verschwindet
im Rauschen eines Zuges, ich höre ein Gemurmel:
eines ist die Natur, etwas anderes das Schicksal –

19.

Possiamo soltanto amare
il resto non conta, non
funziona,

al mattino appaiono

la tazza, il vecchio pino, le zolle umide, fumo
dell’alito mentre apri l’auto
nel gelo. Potevano non apparire, non arrivare
più qui, alla riva degli occhi. E l’estate
c’era, c’è nella calda bruna memoria
dei rami tagliati,
i visi diventano ricordi

le voci gridate stracci silenziosi –

i denti conoscono il sapore
del niente, e l’oblio che ha portici
e portici infiniti.

Possiamo soltanto amare
strappandoci felicemente figli dalla carne
parlando d’amore continuamente
ubriachi, feriti, vili
ma con gli occhi lucenti come laser
di fiori splendidi
e il canarino nel palmo della mano.

Mormorare come dare baci nell’aria.

Il rametto profumato non si raddrizza
con i colpi della nostra ira, lo sguardo
di tuo figlio non perde il velo di tristezza
se glielo togli mille volte
dal viso…
Possiamo soltanto amare
fino all’ultimo nascosto spasmo
che nessuno vede
e diviene quella specie di sorriso
che si ha nell’abbraccio finalmente
di morire come scendendo nell’acqua.

Le stelle a miriadi saranno testimoni, e i venti
passati una volta accanto
sulla gioia profonda delle ossa
diranno: era fatto di allegria, amava,
oppure non diranno niente e poi niente
per sempre.

Possiamo soltanto amare,
il resto è il teatro amaro
dell’impotenza sotto il sole giaguaro.

Wir können nur lieben
der Rest zählt nicht,
funktioniert nicht

morgens erscheinen

die Tasse, die alte Pinie, die feuchten Erdschollen, die
Atemwolke, während du das Auto öffnest
in der Eiseskälte. Sie hätten auch nicht erscheinen können, nicht mehr
hier ankommen, am Ufer der Augen. Und der Sommer
war hier, ist da im warmen, braunen Gedächtnis
der abgeschnittenen Zweige,
die Gesichter werden Erinnerungen

die rufenden Stimmen stumme Lumpen –

die Zähne kennen den Geschmack
des Nichts, und das Vergessen mit seinen Säulengängen
und Säulengängen, den endlosen.

Wir können nur lieben
indem wir uns glücklich Kinder aus dem Fleisch reißen
indem wir von Liebe reden ununterbrochen
betrunken, verwundet, feige,
aber mit Augen, leuchtend wie Laserstrahlen
von prachtvollen Blüten
und dem Kanarienvogel in der Hand.

Flüstern, als ob man in die Luft küßt.

Das duftende Ästchen richtet sich nicht wieder auf
unter den Schlägen unseres Zorns, vom Blick
deines Sohnes wird sich der Schleier der Trauer nicht heben
und wenn du ihn tausendmal von seinem
Gesicht zerrst...
Wir können nur lieben
bis zum letzten verborgenen Zucken,
das niemand sieht
und das zu diesem besonderen Lächeln wird,
das man schließlich hat in der letzten Umarmung
des Sterbens, als gleite man ins Wasser.

Die Myriaden von Sternen werden Zeuge sein, und die Winde,
die einst gestrichen sind
über die tiefe Freude der Knochen,
werden sagen: er war voller Fröhlichkeit, er liebte,
oder sie werden nichts sagen und dann nichts
für immer.

Wir können nur lieben,
der Rest ist das bittere Theater
des Unvermögens unter der Jaguarsonne.

Poesie tradotte

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